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22.09.2022

Rheinland-Pfalz/Westerwald

Kinder der Ferienspiele Staudt entdeckten mit der Naturschutzinitiative (NI) die Unterwasserwelt des Aubachs

Dipl.-Biologe Immo Vollmer mit Kindern der Ferienspiele Staudt - Foto: Nadine Käs/NI

Die Kinder der ‘Staudter Ferienspiele‘, welche dieses Jahr das Motto Unterwasserwelt hatten, durften mit dem Biologen und Naturschutzreferenten des Umweltverbands Naturschutzinitiative, Immo Vollmer die Unterwasserwelt des Aubachs erkunden. Nach einer Übersicht, der am häufigsten anzufindenden Tiergruppen, zogen die Kinder in betreuten Kleingruppen mit Keschern, Sieben und Eimern los, um zu schauen, welche Lebewesen im Bach zu finden sind.

Nachdem alle erfolgreich gekeschert hatten, versammelte man sich wieder in großer Runde und die Kinder zeigten stolz, was sie gefunden hatten. Zu fast allen vorher besprochenen Tiergruppen wurde man fündig. Es wurden viele Wasserläufer (Gerris spec.) und Rückenschwimmer (Notonecta spec.) aus der Gruppe der Wanzen erhascht. Aus der Gruppe der Käfer wurden verschiedene echte Wasserkäfer und aus der Gruppe der Schnecken verschiedene Wasserschnecken, wie zum Beispiel die Gemeine Blasenschnecke (Physella acuta) gefunden. Außerdem fanden sich Eintagsfliegen, Libellenlarven und Köcherfliegen, sowie mehrere Spinnentiere, die nicht weiter bestimmt wurden.

Besonders erfreut waren die Kinder über zwei Fische, die ins Netz gegangen waren. Die Kinder fanden schnell heraus, dass es sich um zwei dreistachelige Stichlinge (Gasterosteus aculeatus) handelte. Diese Art betreibt Brutpflege, das Männchen baut ein Nest und bewacht den Laich nach dem Ablegen durch das Weibchen. Der auffällige Balztanz dieser wird gerne im Biologieunterricht in Schulen behandelt.

Aus der Gruppe der Krebsartigen (Crustacea) wurden Bachflohkrebse (Gammarus spec.) und diverse Flusskrebsteile gefunden, hierbei handelte es sich vermutlich um den Signalkrebs – hier amerikanischer Signalkrebs (Pacifastacus leniusculus). Er scheint im Aubach häufig vorzukommen, da durch die Mitbetreuerin Nadine Käs (Fachbeirätin der NI) und ihren Sohn Vincent an verschiedenen Plätzen entlang des Bachs schon oft äußere Teile der Hüllen (wie die rötlichen Scheren, Köpfe und Schwanzteile) gefunden wurden. Allem Anschein nach werden diese von einem Beutegreifer (Iltis?) regelmäßig an den gefundenen Stellen verzehrt.

Der Signalkrebs sieht dem heimischen Flusskrebs (auch Edelkrebs) sehr ähnlich. Der Signalkrebs ist aber eine eingewanderte neozoische Art aus Nordamerika, der einen Krankheitserreger (die Krebspest) verbreitet, der für die heimischen Arten Edelkrebs und Steinkrebs tödlich ist. Die Ausbreitung der neozoischen Arten ist ein Hauptgrund für das Aussterben der heimischen Arten. Der Signalkrebs ist in die Liste invasiver gebietsfremder Arten (wirken sich schädlich aus) von unionsweiter Bedeutung aufgenommen worden.

Es zeigte sich abermals, dass sich Fließgewässer besonders gut eignen, um Biodiversität zu erfahren, da meist aus fast allen Artengruppen Vertreter anzutreffen sind. Trotz der erkennbaren Defizite in der Gewässerstruktur, am Kirmesplatz Staudt, kann dem Aubach eine mittlere (noch gute) Wasserqualität attestiert werden. Bei näherer Untersuchung dürfte wohl eine Gewässergüteklasse von 2 (bei 1-4) herauskommen. Zusammenfassend wurde erfreulicherweise festgestellt, dass sich der Aubach in einem besseren Zustand befindet, als man vermutet hätte.

Die gekescherten Bachbewohner wurden begutachtet und bestimmt - Foto: Nadine Käs/NI

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