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"Alles, was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand"
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09.05.2019 - PRESSEMITTEILUNG

Stadtwerke München (SWM) planen gigantischen Windpark in Norwegen und zerstören einzigartige Naturgebiete und Lebensräume!

Umweltverband Naturschutzinitiative e.V. (NI), Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) und Deutsche Stiftung Meeresschutz (DSM) fordern:

Stadtwerke München (SWM) müssen diese unverantwortlichen Pläne umgehend aufgeben!

Foto - Archiv NI: In diese unberührte norwegische Landschaft sollen Industriebauwerke gestellt werden.

Die Stadtwerke München (SWM) planen einen gigantischen Windpark im naturbelassenen Sørmarksgebirge nördlich von Trondheim in Norwegen.

Das einsame und völlig naturbelassene „Sørmarksfjellet“ in der Kommune Flatanger, in dem See- und Steinadler, Habichte, Auerhühner, Uhus und viele andere Tiere leben, soll zu einem gigantischen Wind-Industriegebiet ausgebaut werden. 

Bekannt wurden diese einzigartigen und ökologisch wertvollen Gebiete durch die drei vielfach prämierten Filme „Wildes Skandinavien – Norwegen“ (NDR, ORF, ARTE, NatGeo, Discovery, 2011), „Seeadler – der Vogel Phönix“ (WDR, ARTE 2015) und „Magie der Fjorde“ (ARD / Doclights, NDR, Arte, ORF, NatGeo, 2018) des international bekannten Regisseurs und Filmemachers Jan Haft von Nautilusfilm.

Der neueste Film über die Fjorde wird am 27. Mai 2019 in der Laeiszhalle in Hamburg unter Livemusik-Begleitung des Ensembles Hamburger Camerata aufgeführt. Ebenfalls anwesend werden der Filmkomponist Oliver Heuss und der Elektronik-Künstler Christian Löffler sein.

Die norwegische Behörde für Wasserressourcen und Energie (NVE) gab nun grünes Licht für ein Windkraft-Großprojekt an der Küste Mittelnorwegens, in der kleinen Kommune Flatanger im Regierungsbezirk Trøndelag, nördlich von Trondheim.

Hauptinvestoren sind die Stadtwerke München (SWM), die bis 2025 die Stadt München zur ersten „Ökostrom-Großstadt“ weltweit machen wollen, sowie ihr Partner Trønderenergi. Weil aufgrund der geltenden und begrüßenswerten Abstandsregelungen in Bayern kaum neue Windkraftanlagen gebaut werden können, weichen Energiekonzerne wie die SWM ins Ausland aus.

„Dieses Vorhaben ist völlig verantwortungslos. Windparks dürfen nicht dort gebaut werden, wo sie einen irreversiblen Schaden an der Natur anrichten. Etwa in Waldgebieten oder abgelegenen Küstenregionen Nordeuropas“, erklärten Harry Neumann, Bundes- und bayerischer Landesvorsitzender des anerkannten Umweltverbandes Naturschutzinitiative e.V. (NI) sowie Dr. Andreas Segerer, Länder- und Fachbeirat der Naturschutzinitiative e.V. (NI) in Bayern.

In einem Windpark auf Smøla, unweit des neuen Projektgebietes, sind bereits mehr als 100 tote Seeadler gefunden worden. Die Dunkelziffer dürfte noch wesentlich höher liegen und nicht jeder von den Rotorblättern getroffene Vogel ist gleich tot. Norwegen produziert 98% seines Energiebedarfs aus regenerativen Energiequellen, vor allem aus Wasserkraft.

Foto - Ulla Falkdalen: Durch Windenergieanlagen getöteter Seeadler mit abgetrenntem Flügel

Die zahlreichen geplanten Windparks dienen nicht der Energieversorgung der norwegischen Bevölkerung, sondern dem Ausbau des Energieexports in das EU-Nachbarland.

„Dies ist die Pervertierung einer naturverträglichen Energiewende und das können wir nicht hinnehmen“, erklärte Dr. Andreas Segerer, Länder- und Fachbeirat der Naturschutzinitiative e.V. (NI) in Bayern.

„Werden Wale und Delfine durch Schallemissionen durch die Rammarbeiten von Windkraftanlagen gestört, kann das zu erhöhtem Stresslevel, körperlichen Verletzungen und schlimmstenfalls zum Tod der Lebewesen führen. Das Zerstören ihrer Hörsysteme führt, neben den wohl unerträglichen Schmerzen, meist zusätzlich zu einer starken Störung des Sozialverhaltens. Langfristig wird der immer intensiver werdende Lärm in den Meeren durch uns Menschen die Überlebenswahrscheinlichkeit der Meeressäuger negativ beeinträchtigen und die Bestandsdichten der Populationen weiter verringern. Wir zerstören wissentlich die auch für uns Menschen überlebensnotwendige Artenvielfalt! Das ist unverantwortlich und muss ein Ende haben, bevor es zu spät ist!“, forderte Dipl.-Biologin Verena Platt-Till von der Gesellschaft zur Rettung der Delphine.

Nun baut sich in ganz Norwegen Widerstand auf, weil dem Bestreben, umweltfreundliche Energie zu erzeugen, viel unberührte Natur zum Opfer fällt.

„Die Teilnehmer der Protestaktionen werden inzwischen nicht mehr nur verwarnt oder mit Geldstrafen belegt, sondern letzte Woche musste ein Demonstrant sogar ins Gefängnis. Es ist unglaublich, welche Stärken die Polizei für solche mehr oder weniger privaten Unternehmen plötzlich freisetzen kann, während es normalerweise an allen Ecken und Enden an Unterstützung seitens der öffentlichen Organe fehlt“, erklärte Anja Dietze, die örtliche Vertreterin der Naturschutzinitiative e.V. (NI) in Norwegen.

Die Deutschen kommen dabei in der norwegischen Bevölkerung nicht gut weg. Es werden sogar schon Vergleiche mit der Zeit der Besetzung Norwegens während des Nationalsozialismus gezogen. Hier entsteht über den Schaden an den natürlichen Lebensräumen hinaus ein weiterer kultureller und politischer Schaden, so die NI. Dabei geht es nicht um eine echte Energiewende, sondern nur um einige Wenige, die auf Kosten Vieler gut verdienen wollen.

In Norwegen gelten zwar fast 100 Tier- und Pflanzenarten als von der Erderwärmung bedroht, für mehr als 2000 Spezies ist aber die Veränderung des Lebensraumes Hauptursache ihres Rückgangs. Und dieser wird durch derart gigantische Windindustriegebiete in hochsensiblen Bereichen weiter zerstört.

„Dies zeigt, wie sorgfältig bei der Wahl des Standorts für einen Windpark abgewogen werden muss. 200 Meter hohe Windräder ins Brutrevier der Seeadler und vieler anderer Küstenvögel zu stellen, ist völlig verantwortungslos. Die Stadtwerke München sind dabei, unter einem grünen Deckmantel einzigartige Landschaften und Lebensräume zu zerstören. Mit ‚Energiewende‘ hat das nichts zu tun. Wir fordern die Stadt München und die Stadtwerke München daher auf, diese Pläne umgehend aufzugeben“, erklärten die Vertreter der Naturschutzverbände Dr. Andreas Segerer, Harry Neumann, Verena Platt-Till, Anja Dietze und Ulrich Karlowski.

Foto - Nautilusfilm München: Solche einzigartigen Landschaften, wie hier nördlich von Trondheim, sollen unwiederbringlich zerstört werden.

 

Stadtwerke München stoppen! – Keine Stimme für Naturzerstörer!

Protestieren Sie hier:

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (Vorsitzender der Geschäftsführung der Stadtwerke München)

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (Oberbürgermeister Dieter Reiter)

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (Ministerpräsident Bayern)

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (CSU Fraktion im Landtag)

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Für Rückfragen

Dr. Andreas Segerer, Dipl.-Biologe, Länder- und Fachbeirat der Naturschutzinitiative e.V. (NI) Bayern,
Telefon 089 - 8107 151 - Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 
Harry Neumann, Bundes- und Landesvorsitzender Bayern der Naturschutzinitiative e.V. (NI)
Telefon 02626 - 926 4770 - Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 
Verena Platt-Till, Dipl.-Biologin (Meeresbiologie), Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD)
Telefon 089 - 74 16 04 10 - Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 
Ulrich Karlowski, Dipl.-Biologe, Vorstand Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD)
Telefon 089 - 74 16 04 10 - Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 
Anja Dietze, örtliche Vertreterin der Naturschutzinitiative e.V. (NI) in Norwegen
Telefon 0047 - 41 48 53 20 - Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 
Die Pressemitteilung hier als PDF lesen.

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