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"Alles, was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand"
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31.07.2020

Naturschutzinitiative (NI) auf der Suche nach den Wiesenknopf-Ameisenbläulingen

Foto: Dunkler Wiesenknopf Ameisenbläuling (maculinea nausithous, männlich) - Immo Vollmer/NI

Aktive der NI-Kreisgruppe Westerwald sind schon seit längerer Zeit auf der Suche nach dem Dunklen und Hellen Wiesenknopf-Ameisenbläuling. Die Raupen ernähren sich in frühen Entwicklungsstadien ausschließlich von den Blütenköpfen des Großen Wiesenknopfs (Sanguisorba officinalis). Im Spätsommer werden sie u. a. von Rotgelben Knotenameisen in deren Nester getragen, wo sie überwintern und räuberisch von Ameisenbrut leben. Die Falter fliegen in einer Generation von Ende Juni bis Mitte August. Eine fachgerechte Mahd ist für das Überleben des Falters essenziell.

Im Westerwald im nördlichen Rheinland-Pfalz ist die NI-Gruppe bereits an einigen Stellen fündig geworden und wird dies dokumentieren. Die ermittelten Daten werden den Naturschutzbehörden zur Verfügung gestellt.

Die Art ist europaweit gefährdet und als FFH-Schlüsselart eingetragen. Die IUCN führt den Tagfalter als „potenziell gefährdet“. Für den Schutz ist ein fachlich abgestimmtes Mahdregime sowie die Vermeidung schwerer Maschinen überlebensnotwendig. Die Eutrophierung ist ein weiterer Gefährdungsfaktor für den Falter. Das Land Rheinland-Pfalz sollte sich daher verstärkt um die Flächensicherung kümmern. Das wäre ein guter und wichtiger Beitrag zur Sicherung der Lebensräume, auch von vielen anderen Arten, die vom Aussterben bedroht sind (z.B. Wiesenbrüter).

Foto: Dunkler Wiesenknopf Ameisenbläuling (maculinea nausithous, bei der Paarung) - Claudia Luber/NI

 

 

 

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